
Strom für den Führer Adolf Brunnthaler
ISBN-Nr.: 3 85252344 3
Der Bau der Ennskraftwerke und die KZ-Lager Ternberg, Großraming und Dipoldsau
Herausgeber: Richard Pils
Verlag: Bibliothek der Provinz,
A-3970 Weitra
130 Seiten; Format: 24 x 22 cm
viele Abb.
Das Konzentrtionslager Mauthausen mit seinen 49 Nebenlagern auf dem Gebiet des heutigen Österreich bedeutete für zahllose Häftlinge "Tod durch Arbeit!" Ihr körperlicher und geistiger Zusammenbruch war erwünscht und wurde von der SS-Wachmannschaft
bewusst herbeigeführt. In den wenigen Monaten, von der Einlieferung bis zum Tod, wurde aus den Menschen die größtmögliche Arbeitsleistung, bei geringster Zufuhr an Nahrung, herausgeholt.
Was für das Hauptlager in Mauthausen kennzeichnend war, galt in gleichem Maß für die Nebenlager Ternberg, Großraming und Diboldsau, obwohl Wirtschaftsunternehmen wie die Kraftwerke Oberdonau AG (KOA) oder die Reichswerke Hermann Göring AG (RWHG) Interesse an guten Arbeitsleistungen gesunder Arbeiter haben mussten. Aus diesem Zwiespalt ergab sich eine sehr unterschiedliche Behandlung der Häftlinge in den versch. Nebenlagern.
Die Baugeschichte der Ennskraftwerke Großraming und Ternberg ist ohne die Problematik der KZ-Nebenlager von Mauthausen, deren Häftlinge in den Jahren 1942, 1943 und 1944 die Hauptlast derBauarbeiten trugen nicht vollständig.
Neben den KZ-Lagern wurden auch sogenannte Arbeitslager eingerichtet, in denen Zivilisten und Kriegsgefangene, deren Länder vom nationalsozialistischen Deutschland besetzt worden waren, für die Nazis arbeiten mussten.
Beim Bau der Kraftwerke Staning und Mühlrading wurden während der Zeit des Nationalsozialismus vor allem Kriegsgefangene eingesetzt.
Im Gegensatz zu den gut erforschten KZ-Lagern, wie Melk und Ebensee, war über Ternberg, Großraming und Dipoldsau bisher wenig bekannt.
Der Großteil des hier verwendeten Quellenmaterials, sowohl Bilder als auch Texte, wurde bisher noch nicht veröffentlicht.
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